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Auf dem Hölterhof legen wir Wert auf eine persönliche und individuelle Beziehung zu jedem Berittpferd. Wir versorgen die Pferde selbst und nehmen uns die Zeit, sie zu beobachten und mitunter auch zu “betüddeln”, damit wir sie gut kennenlernen und sie sich hier wohlfühlen. Wir versuchen für jedes Pferd einen geeigneten Ausbildungsweg zu finden. Wir sind offen für alle Ansätze und lernen gern dazu. Und etwas lernen kann man bekanntlich überall... ;-) Unsere Philosophie der Pferdeausbildung ist sehr ähnlich dem unseres Menschenbildes. Wir werten Pferde nicht nach der Höhe der Bewegung oder der Möglichkeit, sie im Sport zu vermarkten. Wichtig sind uns die “inneren Werte”. Wir behandeln die unauffälligeren Pferde stets mit dem gleichen Respekt wie die spektakuläreren und widmen ihnen bei ihrer Ausbildung die gleiche Aufmerksamkeit und Zeit. Wir sehen Pferde wie Menschen als sich stetig entwickelnde, wachsende Wesen, deren Entfaltung man in der Ausbildungsphase (die ja eigentlich kaum einmal wirklich endet) nach besten Kräften in eine positive Richtung hin fördern sollte. Anlagen, die nicht bestehen, kann man man nicht fördern, doch gibt es in fast jedem Wesen positive Anlagen, die sich bei geeigneter Lernumgebung - poetisch ausgedrückt - gleichsam wie von selber entfalten und den Schüler zum Aufblühen bringen. Hier etwas erzwingen zu wollen, scheint uns nicht als sinnvoll. Die Ergebnisse sind nicht von Dauer. Somit sind wir auch Gegner davon, Menschen wie Pferde in Formen zwingen zu wollen, die von außen als Erwartungshaltungen an die Schüler herangetragen werden, ohne den Sinn wirklich nachhaltig zu hinterfragen. Uns geht es um Inhalte, nicht um Formen. Ein Beispiel: Wenn ein Pferd steif “durchs Genick tritt”, tritt es unserer Auffassung nach nicht wirklich durchs Genick. Und wenn es nicht geschmeidig und durchlässig ist, geht es nicht am Zügel, auch, wenn es seine Nasenlinie in oder hinter der Senkrechten halten sollte. Das ist bloß “Show” für das (Richter?)auge. Wenn es hingegen weich und willig an die Reiterhand herantritt, kann es im Prinzip seine Nase halten wo es will - es steht aber korrekt an den Zügelhilfen. Diese oft übermäßig beachtete, weil ins Auge fallende Haltung des Pferdekopfes ist auch nicht sehr entscheidend für uns. Entscheidend ist der “Motor”, die Hinterhand, sowie der Rücken und das gesamte Gleichgewicht im Pferd. So ist es für uns wichtig, die Pferde “von hinten nach vorne” zu reiten, nicht umgekehrt. Wir mögen es auch, die Pferde locker und in freier Haltung laufen zu lassen, sie auf leichte Gewichtsverlagerungen zu sensibilisieren und sie so allmählich ins Gleichgewicht zu bringen. Ziel ist immer, dass der Reiter das tolle Gefühl der Leichtigkeit und Kraft beim Reiten empfindet, und dass das Pferd sich beim Reiten wohlfühlt in seinem Körper und in seiner Psyche - etwas, das für uns untrennbar zusammengehört. Insofern kann man behaupten, dass für uns die klassische “Skala der Ausbildung” ganz entscheidend ist - auch wenn wir die Pferde überwiegend im Gelände und eher selten auf der Bahn schulen. Das Reiten in der freien Natur ist schließlich Ursprung des Islandpferdereitens und ein Vergnügen für Mensch und Pferd! Wichtig ist uns auch, dass sich das Pferd in seiner Umgebung wohlfühlt und ein positives Selbstbild hat. Es gibt Phasen, in denen ihm das Lernen leicht fällt und wie von selbst vonstatten geht, und es gibt Phasen, in denen sind vielleicht andere Dinge vordringlicher. Dann quält man sich und den Schüler nur unnütz und vergällt ihm so die Arbeit. Wenn etwas nicht so klappt, wie man sich das vorstellt, ist es unserer Erfahrung nach meist am Besten, Ruhe zu bewahren und diese Dinge später anzugehen, vielleicht sogar einen Schritt zurück zu tun. Zeitmangel, Stress und zu viel Druck sind unseres Erachtens die größten Feinde einer harmonischen Ausbildung der Anlagen eines Pferdes - und Menschen! - in unserer heutigen Zeit.
In diesem Sinne
"Das Lernen ist wie ein Meer ohne Ufer."
Konfuzius

... Und für die Pragmatiker: Was kostet der Beritt auf dem Hölterhof?
Woche: 75 € plus Futter
3 Monate: 990 € pauschal
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